Adolf Pen und seine künstlerische Ausdrucksform

Künstlerisches Credo von Adolf Pen beruht auf seinem extrem strengen und disziplinierten Verhältnis gegenüber der Erfahrung, als auch gegenüber der gestalterischen Improvisation. Die Dreidimensionalität ist der Fläche geopfert, in welcher der Künstler mit seiner laboratorischen Hartnäckigkeit den optimalen Pendant sucht: die Form ist von allen Details bereinigt, welche eventuell das Edle der farblichen Valeurs stören könnten. Das aussergewöhnliche Erkennungsvermögen der Pen-Malerei, ist aber sicherlich das wohltönendes Verhältnis zwischen der Expressivität der Form und Farbe, sowie die Tatsache, dass die Idee beidem herrscht.

Kunsthistoriker Prof.Vlado Sagadin

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Heuser wie Festungen, fast bedrohend; eine weite, offene Landschaft im Dunkel endend... Ausspruchsvolle, zum Nachdenken anregende Kunst, die einen "gefertigten" Betrachter verlangt.

Dr.E.Perny, Wien

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Der thematische Rahmen in den Gemälden von Adolf Pen ist die Landschaft, wobei sie meistens mit Architektur verbunden ist; gerade das Einfügen dieses Elementes in die Landschaftsszenen verleiht seinen Bildern ihre charakteristische kompositorische Stabilität und Geschlossenheit. Obwohl die Bilder vom Motiv her nur ein Ausschnitt der Natur darstellen, wirken sie wie eine stabil gebaute Einheit. Das Streben nach harmonischen farblichen und anderen Komponenten bringt eine besondere, epische, beinahe monumentale Stimmung ein, obwohl dem Maler bei der Entstehung des Bildes die Gemütsstimmung weniger bedeutend ist als der rationelle Zugang. Zur Plastizität im Aufbau der Bilder von Pen trägt zu einem hohen Grad die stark betonte Gegenüberstellung von Licht und Schatten bei, die den Bildern eine dramatische Note geben, die allein schon durch die auswahl der Landschaftsszenerie noch betont wird. Obwohl die reale Welt in den malerischen Bestrebungen von Dolfe Pen den Ausgangspunkt bildet, ist seine Malerei bei weitem nicht realistisch. Der Maler vereinfacht die natürlichen Formen und wandelt sie in Farbflächen um, indem er immer wieder deren bestmögliche fühlbare gegenseitige Proportion sucht. Die Einzelheiten vereinigt er zu einem Ganzen und vereinfacht sie unter einem gemeinsamen farblichen Nenner und schafft damit Ordnung und Übersicht im Bild. Die änliche Gesetze, die der Maler für die Landschaft einsetzt, gelten auch für seine figurativen oder rein architektonischen Motiven. Die gemässigt abstrakte oder eher die zur Abstraktion geneigte Art der Malerei von Pen, distanziert sich in letzter Zeit noch mehr von der realen Vorlage und wird noch stärker persönlich betont. Des Künslters Orientierung in absichtliche geometrische Umgestaltung und das flächenartige Darstellen des Motives, steht deshalb im Einklang und resultiert gerade bei der Gestaltung der alte panonische Arhitektur in eine fühlbare Expressivität.

Dr.Cene Avguštin, Kunsthistoriker